Berlin, 1. Demografiegipfel der Bundesregierung

Donnerstag, 4. Oktober 2012

- Teilnahme: B. Bührlen

- Einladung 

- Programm

- Fragen
schriftlich:
*Bitte um Definition des Begriffs "pflegende Angehörige"
Wer soll unter veränderten Familienstrukturen die Sorgearbeit leisten?
Unter welchen finanziellen, rechtlichen, gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen soll die Pflege künftig erbracht werden?
*In den Arbeitskreisen auch Erfahrungskompetenz mit einbeziehen, nicht nur Fachkompetenz
Diskussionsfragen öffentlich:
*Von welchem Familienbegriff geht man in Zeiten sich verändernder Rahmenbedingungen aus?
*Wie ist der Begriff "pflegende Angehörige" definiert? Umfasst er per Definition nur Blutsverwandte und Angeheiratete oder auch Freunde, Nachbarn, soziales Umfeld? Welche rechtlichen, finanziellen, arbeitplatzbeschreibenden, gesellschaftspolitischen u.ä. Rahmenbedingungen gelten für diese Gruppe? 
*Wie kann die Grundversorgung durch Frauen aufrechterhalten werden, wenn sie  berufstätig sind, spät Kinder bekommen, diese großziehen, gleichzeitig Pflegesituationen bewältigen und als "Oma" ehrenamtlich zur Verfügung stehen sollen ? Genderaspekt
*Warum definieren wir die Gesellschaft so stark am Alter, warum nicht auch an den altersunabhängigen Ressourcen der Bevölkerung?

- Kommentar:
Positiv ist zu vermerken, dass sich die Bundesregierung mit der Zukunft der Bevölkerung öffentlich befasst.
Allerdings tut sie das im Wesentlichen ohne Einbeziehung  der Erfahrungskompetenz von Bürgern in den neu gebildeten neun Arbeitsgruppen. Es ist zu wünschen, dass ein Weg der echten Bürgerbeteiligung gefunden wird. Denn die Bürger sind kompetent, was die Rahmenbedingungen ihres Lebensalltags betrifft. Das lebenspraktische kreative Gestaltungs-und Ideenpotential der Bevölkerung sollte nicht unterschätzt und aktiv in Diskussionen und anstehende Entscheidungen mit  einbezogen werden.
Vielleicht sind Kommunikationsportale zwischen Bürgern und politischer Ebene ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Den dort gewonnenen Erkenntnissen sollten dann allerdings schnellstmöglich konkrete, an der Lebensrealität der Bürger orientierte Umsetzungsschritte folgen!