Bundestag: Ausschuss für Gesundheit Anhörung zum Thema "Pflege"

Mittwoch, 9. September 2020

 


 

- Einzelsachverständige: Brigitte Bührlen

- Antrag Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen: Pflegende Angehörige unterstützen - nicht nur in der Corona Krise

- Stellungnahme WIR! Stiftung 

- Frage Bündnis 90/ Die Grünen:
"Welche Probleme haben sich während der Corona-Pandemie bislang in der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen offenbart?"

- Antwort WIR! Stiftung 

- Kommentar:
Die Anhörung fand online virtuell online statt.
Die Sachverständigen sowie die Einzelsachverständigen waren "Experten", das heisst, sie waren entweder professionelle Verbandsvertreter*nnen oder Wissenschaftler*nnen.
Als Pflegende Angehörige mit Erfahrungswissen kann man sich des Gefühles nicht erwehren ein/e Exot*in  zu sein. 
Drei Fragen ( aus dem Gedächtnis wiedergegeben ) wurden an mich gestellt von Politiker*nnen verschiedener Parteien:
1.
"Was halten Sie von einem Register in dem freie Kurzzeit- und Heimpflegeplätze aufgeführt sind. Sollte diese Register freiwillig bestückt werden oder sollte es eine Meldepflicht geben? Meine Antwort: "Ein solches Register wäre sicherlich sinnvoll, das würden wir befürworten. Eine Verpflichtung sich einzutragen mag sinnvoll sein.
2.
"Was halten Sie von dem Vorschlag das Budget der Verhinderungspflege mit dem der Kurzzeitpflege zusammemnzulegen?"
Antwort: "Eine Flexibilisierung der Verhinderungspflege und eine Erwiterung um den Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege ist sinnvoll. Es ist allerdings wichtig, dass das Budget flexibel und selbstbestimmt eingesetzt werden kann." 
3.
Sollten pflegende Angehörige in Kommunen an den Entascheidungen beteiligt werden? Wenn ja: Wie?"
Antwort: " Ja, sie sollten unbedingt beteiligt werden. Bürgermeister sollten fragen qwer in ihrem Sozialraum pflegt (ev. über World Cafes) und dabei kenntnis erlangen, wie es imn den einzelnen Kommunen um die Situation Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen steht. Was ist an Angebvoten vorhanden, was wird davon als sinnvoll angenommen und was nicht. 
Verwaltungen sollten mit Bürgern gemeinsam an lokalen Lösumngen arbeiten und die Erfahrung der Bürger mit einbeziehen.
Wichtig: Pflegende Angehörige gibt es in jedem Alter. Eltern von Kindern mit Behinderung nicht vergessen!"

Diese Antworten sind erfahrungsbasiert und passen irgendwie nicht in das übliche Antwortschema.
Aber: Wo sollen denn Bürgermeinung- und Erfahrung Platz finden, wenn nicht bei Anhörungen zu konkreten politisch/gesellschaftlich relevanten Themen?